Prof. Dr. Marc Deissenroth-Uhrig, Professor für Erneuerbare Energien und effiziente Energienutzung

Als Professor für Erneuerbare Energien und effiziente Energienutzung halte ich eine Einführungs-Vorlesung zu den Erneuerbaren Energien sowie eine Vorlesung zur Windenergie und Photovoltaik als vertiefende Veranstaltung. Außerdem lehre ich Energiewirtschaft und Grundlagen der Elektrotechnik. Eigentlich bin ich kein Ingenieur, denn ich habe Physik studiert und darin promoviert. Für das Studium der Physik habe ich mich entschieden, weil ich die elementaren Naturgesetze kennenlernen und verstehen wollte. Besonders hat mich dabei die Welt der subatomaren Teilchen (Quarks und Co.) interessiert.   

Aktuell betreue ich vor allem Projekte im Bereich Erneuerbare Energien. Unser Ziel ist es dabei, eine Reduktion der Verbrennung fossiler Rohstoffe und damit die Verminderung der Treibhausgasemissionen zu realisieren, um so die globale Erwärmung auf einem möglichst niedrigen Niveau zu halten. Dazu beantworten wir in den Projekten konkrete Fragen, wie z.B.: Wie können wir Quartiere mit Hilfe von Erneuerbaren Energien mit Wärme und Strom versorgen; oder wie kann die Wärme- und Stromversorgung von Häusern auf Erneuerbare Energien umgestellt werden. Außerdem untersuchen wir, wie man Wärme möglichst lange speichern kann. Unser Ziel ist die Speicherung der Wärme im Sommer und Nutzung der Wärme im Winter. Die Wärme wird natürlich regenerativ z.B. über Solarkollektoren bereitgestellt.   

In einigen Fällen kommt es danach zu Ausgründungen. Aktuell arbeiten wir in einem Projekt mit Vantage Towers (ehemals Vodafone) zusammen, die für die Funkmasten verantwortlich sind. Es wird untersucht, wie die Stromversorgung der Funkmasten über kleine Windanlagen, die an die Masten montiert werden, und Photovoltaikmodule erreicht werden kann. Daneben haben wir gute Kontakte, z.B. zum Windanlagenhersteller VENSYS, sowie zu Behörden und Ingenieurbüros. Dort können Alumni dann auch im Bereich Erneuerbarer Energien arbeiten.   

Lernen, kritisch zu denken und zu hinterfragen“  

Für junge Menschen ist der Studiengang Erneuerbare Energien insofern interessant, da er die Studierenden darauf vorbereitet, die Energieversorgung der Zukunft mitzugestalten. Diese Energieversorgung wird erreicht durch die Nutzung regenerativer Energieerzeugung, sowie durch Speicher und durch die Kopplung der Sektoren Strom, Wärme und Mobilität. Sie lernen die dazu notwendigen Technologien kennen und können nachhaltige Lösungen für das komplexe Energiesystem entwickeln. Die Absolvent*innen werden an einer nachhaltigen Energieversorgung arbeiten und einen Beitrag zur Reduktion des Klimawandels leisten.   

Deshalb rate ich Studierenden: Bleibt neugierig und sucht euch eine Tätigkeit, die euch Spaß macht! Natürlich am besten im Bereich der Erneuerbaren Energien. Und sie sollten lernen, kritisch zu denken und zu hinterfragen. Nicht alles sollte einfach „hingenommen“ werden, sondern es sollte versucht werden zu verstehen, warum etwas so ist wie es ist, und ob man es auch anders machen könnte.  

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