Marie-Claire Herbig




"Es ist Deine Zukunft, die Zählt, und nicht die Wünsche oder Ansprüche anderer."

Was hat Sie dazu bewogen dieses Studium zu realisieren?
Nach dem Abitur war für mich schnell klar, dass ich mit meinem Studium in die technische Richtung gehen möchte. Mein älterer Bruder hat zu dem Zeitpunkt an der htw saar Maschinenbau studiert und half mir, mich über die Angebote der htw zu informieren. Das Studium der Biomedizinischen Technik hat mich sofort interessiert. Dort konnte ich mein Interesse an Technik und auch Medizin und Biologie miteinander verbinden.

Wo und in welcher Position arbeiten Sie?
Zurzeit arbeite ich an der htw saar am Institut für systemische Neurowissenschaften und Neurotechnologie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem multidisziplinären Team. Mein Aufgabenfeld umfasst dabei insbesondere die Optimierung von Cochlea-Implantat-Operationen durch gezielte Signalanalyse und Modellierung der intraoperativ aufgenommenen elektrischen Signale, sowie die Modellierung der Auswirkung verschiedener Hörverluste auf die Reizweiterleitung.

Wie sieht Ihr typischer Arbeitsalltag aus?
Einen großen Teil meiner Arbeitszeit verbringe ich damit, in passenden Fachjournalen oder Büchern nach Informationen zu suchen. Diese werden dann verwendet, um die Modelle und Analysemethoden anzupassen und weiterzuentwickeln. Diese werden dann von mir in entsprechenden Computerprogrammen implementiert.

Welche besonderen Vorkenntnisse, Fähigkeiten und Interessen braucht man für Ihren Beruf?
Man sollte auf jeden Fall neugierig sein und den Willen, haben die Hintergründe wie etwas funktioniert zu verstehen. Naturwissenschaftliches und technisches Interesse sowie Spaß daran, Probleme auszutüfteln sind auch von Vorteil.

Was fasziniert Sie an Ihrer Tätigkeit am meisten?
Die Arbeit rund um das Cochlea-Implantat bietet die Möglichkeit, Menschen mit schwerem Hörverlust ein Stück Lebensqualität zurückzugeben. Die Entwicklung neuer Implantationsmethoden und -techniken, die das noch vorhandene Restgehör schonen, bieten die Möglichkeit das natürlich noch vorhandene Hören zu nutzen und damit das Hörerlebnis zu verbessern.

Welche beruflichen Ziele haben Sie?
Mein momentan nächstes Ziel ist es, meine Doktorarbeit zu verfassen und mein momentanes Projekt abzuschließen. Danach möchte ich meine gesammelten Erfahrungen nutzen, um auch andere für Forschung zu begeistern und Wissen für andere leichter zugänglich zu machen.

Welchen Rat haben Sie für Schülerinnen im Hinblick auf ein MINT-Studium?
Es sind die eigenen Interessen und Fähigkeiten, die zählen. Niemand sollte sich bei der Wahl eines Studiengangs negativ beeinflussen lassen, weder von der direkten Umwelt noch durch vorgegebene Rollenbilder. Es ist die eigene Zukunft, die zählt, und nicht die Wünsche oder Ansprüche anderer.

In Ihrer Freizeit beschäftigen Sie sich am liebsten mit…
Tauchen, Lesen, Freunde treffen, Kino und Tanzen in der Garde eines Karnevalvereins

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