Danjana Theis



"Man muss bereit sein, unterschiedliche Herausforderungen anzunehmen."

Was hat Sie dazu bewogen, dieses Studium zu realisieren?
Naturwissenschaftliche und technische Themen haben mich schon immer interessiert.

Wo und in welcher Position arbeiten Sie?
Ich arbeite als Lehrkraft an der htw saar, im Studiengang Erneuerbare Energien/Energiesystemtechnik. Vorher arbeitete ich an einem Forschungsinstitut als Leiterin eines akkreditieren Prüflabors für thermische Solaranlagen. Aktuell bearbeiten wir u. a. ein von der EU gefördertes Forschungsprojekt zu solaren Wärmepumpensystemen in Kooperation mit der Universität des Saarlandes.

Wie sieht Ihr typischer Arbeitsalltag aus?
Vorlesungen halten (Vor- und Nachbereitung), Erstellung von Übungsaufgaben. E-Mails, Besprechungen mit den Mitarbeitenden. Die Betreuung von Studierenden im Rahmen ihrer Projekt- und Abschlussarbeiten. Daneben gibt es sehr unterschiedliche Aufgaben, die im Zusammenhang mit organisatorischen Abläufen innerhalb der Hochschule, der Organisation des Labors und der Bearbeitung und Beantragung von Forschungsprojekten anfallen. Mit etwas Glück ist es möglich, sich im Rahmen von Forschungsprojekten an Veröffentlichungen zu beteiligen oder diese zu initiieren. Im Sommersemester betreue ich eine Wahlpflichtveranstaltung im Solarlabor mit Bachelor- und Masterstudierenden und zusammen mit einem Kollegen (vermutlich erst wieder nach der Corona-Zeit) ein Schülerlabor im Bereich Solarthermie und Photovoltaik.

Welche besonderen Vorkenntnisse, Fähigkeiten und Interessen braucht man für Ihren Beruf?
Fachlich müssen die grundlegenden Kenntnisse im Bereich der Naturwissenschaften vorhanden sein, die man für die jeweilige Aufgaben miteinander verbindet und vertieft. Man muss bereit sein, unterschiedliche Herausforderungen anzunehmen, die Verantwortung für deren Bewältigung zu übernehmen und die Dinge zuverlässig zu Ende zu bringen.

Was fasziniert Sie an Ihrer Tätigkeit am meisten?
Die Unterschiedlichkeit der Aufgaben, die dadurch ständig erforderliche Weiterentwicklung und die Möglichkeit, in kleinen Teams auch Führungsaufgaben übernehmen zu können. Im Themenfeld „Erneuerbare Energien“ arbeiten zu können ist ein großes Glück, da man sich damit erhoffen kann, etwas Positives für die Welt bewirken zu können. In der Regel geschieht das durch die Vermittlung wissenschaftlich gewonnener Erkenntnisse an Studierende und Schüler*innen, manchmal auch in Form von Forschungsprojekten. 

Welche Erfahrung haben Sie bisher mit dem Arbeiten in einem MINT-Beruf gemacht?
Durch die Arbeit im ingenieurwissenschaftlichen Bereich ergeben sich viele Möglichkeiten, Fähigkeiten einzubringen und diese auch kontinuierlich zu erweitern. Dabei ist es unter günstigen Umständen möglich, relativ frei zu agieren und damit eine gute Work-Life-Balance zu erreichen. Grundsätzlich ergeben sich gute Aufstiegschancen, die allerdings vor allem im öffentlichen Dienst je nach Hochschulabschluss begrenzt sein können.

Welche beruflichen Ziele haben Sie?
Ich möchte ein im Sommersemester begonnenes Masterstudium erfolgreich absolvieren und die dort erworbenen Kenntnisse in die zweite Hälfte meines Berufslebens einbringen können.

Welchen Rat haben Sie für Schülerinnen im Hinblick auf ein MINT-Studium?
In dem von mir mitbetreuten Studiengang gibt es leider noch zu wenige Frauen. Wenn man Spaß an einem MINT-Studiengang hat, ist es unter normalen Umständen jedoch nur eine Frage der Selbstdisziplin, dass man diesen auch erfolgreich absolviert. Wenn man grundsätzlich keinen Spaß dran hat, sollte man sich frühzeitig umorientieren. Diejenigen Frauen, die es hier schaffen, sind an dem Themenbereich der Erneuerbaren Energien interessiert und überflügeln viele Männer durch besondere Zielstrebigkeit und Fachkenntnis. Grundsätzlich sollten die Studentinnen in MINT-Fächern schlichtweg genauso ernst genommen und gefördert werden wie ihre männlichen Kommilitonen. Da sehe ich zuweilen noch Defizite aufgrund eines lange überholten Rollenverständnisses. In der Fakultät für Ingenieurwissenschaften gibt es weiterhin viel zu wenige Frauen in Führungspositionen.

In Ihrer Freizeit beschäftigen Sie sich am liebsten mit…
Familie, Haus, Natur und Aquarien. Lesen, Kinofilme, Wandern und Motorrad fahren.
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