Untrennbar verbunden mit der htw saar und ihrer Geschichte ist ohne Zweifel das Deutsch-Französischen Hochschulinstitut (DFHI). Der Grundstein für das DFHI wurde 1978 mit der Unterzeichnung des Regierungsabkommens zur Errichtung des DFHI/ISFATES durch den deutschen und französischen Außenminister beim deutsch-französischen Gipfel in Aachen am 15. September gelegt.



Das Institut der Universität Metz und die damalige Fachhochschule des Saarlandes haben daraufhin zum Wintersemester 1978/1979 den Studienbetrieb mit zweijährigen integrierten Aufbau-Studiengängen zunächst in den drei Fachrichtungen Betriebswirtschaft, Elektrotechnik und Maschinenbau aufgenommen.

Im Rahmen dieser auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland einmaligen Möglichkeit der bi-nationalen und zweisprachigen Ausbildung konnte man im Jahr 1990 bereits die Fachrichtungen Bauingenieurwesen, Betriebswirtschaft, Elektrotechnik, Informatik und Maschinenbau studieren und einen in Frankreich und Deutschland anerkannten Doppelabschluss erwerben. Die Studieninhalte der deutsch-französischen Ausbildung gewährleisten bis heute Praxisnähe, fachspezifische Qualifikation für das Heimatland, fachspezifische Qualifikation für das Nachbarland, Kenntnis der rechtlichen, technischen und wirtschaftlichen Besonderheiten des Partnerlandes, Verständnis für die Probleme der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und die Beherrschung der Sprache des Nachbarlandes.

Im Jahr 2021 bietet das DFHI insgesamt zwölf deutsch-französische Studiengänge in den Studienbereichen Management und Ingenieurwesen & Informatik an.

„Das DFHI ist gelebte Frankreichstrategie des Saarlandes und ein Alleinstellungsmerkmal der htw saar, das weiter ausgebaut werden will“, erklärt Prof. Dr. Sybille Neumann, Direktorin des DFHI. Ihr ist es ein großes Anliegen, das DFHI über Deutschland und Frankreich hinaus in franko- und germanophonen Ländern bekannt zu machen und für das einmalige Studienangebot zu werben.

Bis heute hat das DFHI über 3100 Alumni mit internationalen Karrieren hervorgebracht. Dazu gehört auch Pascal Hoffmann, der seit dem 1. Oktober 2021 die administrative Leitung am DFHI innehat.

Vom Student zum administrativen Leiter – kaum einer kennt das DFHI so gut wie Hoffmann. Was macht das Institut so besonders? Was verbinden Sie persönlich mit dem DFHI? „Vom DFHI hatte ich erfahren, da mein Bruder ein Jahr vorher bereits sein Studium am DFHI begonnen hatte. Nach einem kurzen Besuch in Metz war mir direkt klar, hier möchte ich auch einmal studieren“, erklärt Hoffmann.   „Das Besondere für mich ist, dass man gemeinsam die Studienorte wechselt, stets gemeinsam neue Sachen entdeckt und vor allem auch der familiäre Zusammenhalt unter den Studierenden. Das absolute Highlight war die Teilnahme an der Wüstenrallye 4L Trophy. Mit dem DFHI verbinde ich somit spannende fünf Jahre als Student und nun auch schon fünf Jahre als Mitlenker“.

Wem ein bi-nationales Studium nicht genug ist, für den bietet das DFHI noch weitere Möglichkeiten. So können zweisprachige Studierende bspw. Studienphasen in einem dritten Land absolvieren oder einen sogenannten „Chinese Track“ mit einem Sprachangebot in Chinesisch und entsprechenden interkulturellen Inhalten belegen. Auch unterschiedliche interdisziplinäre Studienprojekte zu einer frühen Spezialisierung sind am DFHI wählbar.

Wer noch mehr zur Geschichte des DFHI erfahren möchte, findet hier einen detaillierten Bericht von Prof. Rainer Reisel.

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